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WENN MODE ZUM TRUGBILD WIRD: DIE SCHWEDISCHE DESIGNERIN SAINA KOOHNAVARD

Kleidung wie ein Prisma – Saina Koohnavard widmet sich in ihrer Arbeit all dem, das mit unserer Wahrnehmung spielt und wie die Grenze zwischen Wasser und Luft einen Knick ins Visuelle bringt. Dafür kreiert sie Kleidung, die mehr halbtransparenten Hüllen gleicht, um den Körper gelegt zu einer zweiten Kontur wird und den eigentlichen Umriss aus seinen Fugen hebt. Bereits seit ihrem Abschluss in Modedesign an der Swedish School of Textiles 2015 wandelt die Designerin so mit ihrem eigenen Label an der Grenze zwischen Realität und Illusion, dem, was Kleidung ist, und dem, was Kleidung sein kann.

Die Grundlagen ihrer modischen Experimente findet Saina dabei in einem Feld, dem sich die wenigsten Kreativen während ihrer Recherche widmen dürften: Der Gestaltpsychologie. Mithilfe dieser untersucht sie, wie wir Strukturen durch Sinneseindrücke wahrnehmen und zeigt durch Muster und Farben, wie nur minimale Veränderungen den Eindruck von Objekten oder Mode maßgeblich beeinflussen können. Wenn wir Erscheinungsbilder auf uns und andere projizieren, uns Kleidung wie einen Schutzmantel umlegen und das Tragegefühl ja meist wirklich von einem Gefühl ausgeht, visualisiert Sania mit ihren Kollektionen wie viel psychologischer Ansatz doch in dem Kreieren von Kleidung steckt.

PHOTOGRAPHY: Theresa Marx
HAIR & MAKE UP: Emike Szanto
MODEL: Michelle Hall, Stockholmsgruppen

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