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DIE MANUPULIERTE REALITÄT VON KÜNSTLERIN ANNA BU KLIEWER

Wenn Fische durch Türen fliegen, Pflanzen aus Gesichtern wachsen oder ein Kleid plötzlich aus Stroh und der Körper aus mehreren Händen besteht, sind wir eingetaucht in die Welt der Londoner Künstlerin Anna Bu Kliewer. Mit ihrer Schere zerschneidet, verformt und bearbeitet die Collagen-Künstlerin Fotos und Magazinseiten und macht ihre Bilder zu surrealistischen Schnittstellen zwischen Natur und Körper, Zwei- und Dreidimensionalität, Realität und Imagination. So spielt sie in ihren Collagen mit der menschlichen Silhouette, füllt sie mit Stoff oder Pflanzen, nimmt den Models ihre Gesichter und legt den oft so heilen Modebildern einen düsteren Schleier über.

Diese Zusammenführung verschiedener Welten ist bereits seit ihrem Kunststudium am Central Saint Martins der Schaffenskern der Ukrainerin und brachte ihre Arbeiten schnell in Magazine wie Purple Fashion oder 1883. Meist wirken die Ergebnisse dabei als hätte sich das Umfeld mehr oder weniger rabiat einen Weg in die eigentlich so heile Welt der Ausgangsbilder gebahnt, Farbe und Aufruhr in die auf den Fotografien festgehaltene Stille gebracht. Kliewers Bilder bewegen sich gekonnt an diesem Grad zwischen schaurig und schön und rütteln so an der oft bis zur Überperfektion getriebenen Fassade der Bilder, die uns sonst umgeben.

Mehr von Anna Bu Kliewer gibt es auf ihrer Website

Alle Bider via Instagram

Von Trisha Balster