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A.V. ROBERTSON MACHT MODE ZUM WANDELNDEN SCHMUCKSTÜCK

Mit einem Spektakel an Aufmerksamkeit feierte Amie Victoria Robertson als Teil von Fashion Easts A/W 16 Line-Up im Februar ihre Fashion Week Premiere – und in Raketengeschwindigkeit eroberte sie mit ihrem Label A.V. Robertson danach die Modewelt. Ein Senkrechtstart, von dem manch anderer Jungdesigner nur träumen kann. Gespickt mit erfolgsträchtigen Namen liest sich ihre kreative Route, von einem Abschluss am Central Saint Martins 2014 bis zum Debüt im vergangenen Winter, dabei ein bisschen wie das große Lexikon der einflussreichen Modemenschen: Nach einem Jahr als Design Assistentin bei Marc Jacobs nahm der amerikanische Designer auch gleich in der Front Row Platz, Katie Grand empfahl sie vorab an Fashion East Gründerin Lulu Kennedy und unterstützte sie als Stylistin, Edie Campbell und Georgia May Jagger zeigten sich auf dem Laufsteg. Bei so viel Namedropping war schnell klar: Ein neuer Shootingstar leuchtet am Modehimmel, dessen Kreationen definitiv nicht nur wegen der prominenten Interessebekundungen ziemlich hell funkeln.

Vielmehr sind es das Handwerk und die daraus resultierenden kristallenen Verzierungen, die Robertsons Erfolg stützen. Zu Blumenornamenten arrangierte Swarovski-Steine ziehen sich durch die Entwürfe und zeugen von der Spezialisierung der Designerin in Embroidery, sowie einem Praktikum bei Christian Dior Couture. So irisierend wie die Pflanzenlandschaften sind auch die textilen Rahmen, in denen sie angeordnet werden: Robertsons Abschlusskollektion legte ihren Markenzeichen einst eine Fläche aus körperfernen, festen Teilen zu Grunde, die an den britischen Sommer erinnern sollen. In ihren ersten Fashion Week Entwürfen entsprangen sie dagegen Streifen, farbigen Brüchen und fließendem Satin, die Ideen ihrem Unterbewusstsein und Träumen.

Robertsons Werkstatt findet sich dabei nicht in einem Atelier in Paris sondern in ihrem Kinderzimmer in Manchester, der Fokus wird von Exklusivität auf die Fusion zwischen elitärer Handarbeit und Massentauglichkeit gerückt. So entwarf die Designerin bereits während ihrer Zeit bei Marc Jacobs eine Capsule Collection für ASOS Black, bezeichnet ihre Entwürfe selbst als “Casual Couture” und zeigt, wie wichtig auch heute noch das passende handwerkliche Fundament ist, um Ideen, Visionen und Erfolg sprießen zu lassen.

Alle Bilder via @av_robertson

Von Trisha Balster